Nach oben
? ? ?
Kloster Drübeck > FrauenOrte

FrauenOrte | FrauenGeschichten | Sachsen-Anhalt

FrauenOrte

Magdalene Gräfin zu Stolberg Wernigerode Äbtissin im Kloster-Drübeck

Magdalene Gräfin zu Stolberg-Wernigerode, Äbtissin im Kloster-Drübeck

FrauenOrte erzählen Geschichten. Geschichten von Frauen, die im Gebiet von Sachsen-Anhalt gelebt und gewirkt haben. Geschichten von FrauenOrten, die für die Mitgestaltung verschiedener Lebensbereiche stehen. Insgesamt gibt es über 30 FrauenOrte in Sachsen-Anhalt, die durch Tafeln gekennzeichnet sind und deren Vernetzung im gleichnamigen Buch des Mitteldeutschen Verlages aufgezeigt wird. Das Projekt „FrauenOrte“ gibt Impulse für die individuelle und gemeinschaftliche Spurensuche nach der Geschichte von Frauen in Sachsen-Anhalt.

Auch das Evangelische Zentrum Kloster Drübeck ist ein FrauenOrt. Das Kloster Drübeck gehört zu den ältesten Gründungen Mitteldeutschlands. Über 1100 Jahre lebten hier Frauen in einer Gemeinschaft. Otto I. nahm 960 das Benediktinerinnenkloster mit einer Güterschenkung in seinen Schutz.

Das Kloster Drübeck gehört zu den ältesten Gründungen Mitteldeutschlands. Über 1100 Jahre lebten hier Frauen in einer Gemeinschaft. Otto I. nahm 960 das Benediktinerinnenkloster mit einer Güterschenkung in seinen Schutz, seine Nachfolger Otto II. und Otto III. bestätigten 980 und 995 Rechte und Güter der Reichsabtei. Das Bistum Halberstadt erhielt 1058 das Kloster. Die Reformen Bischof Reinhards (1107-1123) führten zu einer strengeren Befolgung der Benediktinerregel. Seit 1140 unterstand das Kloster der Vogtei der Grafen von Wernigerode (bis 1429) und anschließend der Grafen zu Stolberg-Wernigerode.

Im Zuge der Reformation säkularisiert, blieb Drübeck als evangelisches Damenstift erhalten. Es ist Verdienst der Grafen zu Stolberg-Wernigerode, das Kloster im 17. Jahrhundert wieder aufzubauen und zu befördern. Infolge dieser Entwicklung ging Drübeck in herrschaftlichen Besitz dieses Hauses über. Eine Entwicklung, die nicht ohne Einfluss auf die Organisation des Damenstifts blieb und die Vertretung des Stiftes nach innen und außen einem Klosterrat übertrug. Die wachsende Industrialisierung und die einhergehenden gesellschaftlichen Probleme beförderten an der Schwelle des 20. Jahrhunderts eine Neubestimmung der Wirkungsmöglichkeiten des Damenstifts und dessen Orientierung auf soziale Tätigkeiten. Äbtissin Anna, Freiin von Welck (1903-1907) leitete die Stiftsreform ein und bemühte sich, deren Aufgaben auf Erziehung, Ausbildung und Gesundheitswesen auszuweiten. Sie ebnete die Wege für die Einrichtung eines Erholungsheims für berufstätige, später auch alleinstehende, erholungsbedürftige und rekonvaleszente Frauen, das durch ihre Nachfolgerin im Amt Magdalene, Gräfin zu Stolberg-Wernigerode (1908-1955), eröffnet wurde. Das Erholungsheim Kloster Drübeck bestand im Sinne seiner Initiatorin bis 1991.


Bildergalerie

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die Sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie akzeptieren unsere Cookies, wenn Sie fortfahren diese Website zu nutzen. Weitere Informationen hierzu und wie Sie der Verwendung dieser Technologien widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schließen